Südtirol bietet eine beeindruckende Vielfalt, eine Vielfalt der Landschaften, der Menschen, der Fauna und Flora. Eine Vielfalt, die sich am besten, am intensivsten zu Fuß erleben lässt. Markierte Wander- und Bergwege ermöglichen es, diese erstaunliche Natur- und Kulturlandschaft hautnah zu entdecken, von den Talböden bis hinauf zu den höchsten Gipfeln, vom Rundum-Panorama bis zum kleinsten Detail.
Nutzen Sie das mediterrane Klima Merans für ausgedehnte Wanderungen speziell im Frühjahr und im Herbst. Im Sommer laden hochalpine Touren zum Gipfelsturm hier in Südtirol ein. Im Frühjahr und im Herbst empfehlen sich hier in Meran Wanderungen auf den zahlreichen Waalwegen in Talnähe.
Die Waalwege
Die Waale sind uralte, künstlich angelegte Wasserläufe, die in einigen Gegenden auch heute noch zur Bewässerung der Felder und Wiesen dienen. Von größeren Wasserläufen abgeleitet, führen künstlich angelegte Rinnen das Wasser mit geringem Gefälle die Berghänge entlang. Unterwegs kann man durch kleine schleuseähnliche Abschaltungen das Wasser den Grundstücken der einzelnen Besitzer zuleiten. Die schmalen Wege entlang dieser Rinnsale laden Erholungssuchende zum Wandern und Fotografieren ein. Meran und Umgebung umfasst nahezu 50 Waalwege. Hier einige Wandervorschläge zu den attraktivsten Waalwegen:
DER MARLINGER WAALWEG
auf ca. 13 km heimische Flora mit mediterranen Einwirkungen. Genießen Sie hier eine Wanderung ohne nennenswerten Höhenunterschied und nutzen Sie die zahlreichen Einkehrmöglichkeiten für eine "Brettljause" und einem Schoppen Vernatsch - typischen Südtiroler Rotwein.
Wegverlauf: Töll-Marling-Tscherms-Lana
Gesamtlänge: 13 km
Beschreibung: Der Marlinger Waalweg ist an verschiedenen Stellen zugänglich (10 Minuten ab Hotel Marlena). Er hat seinen Anfang bei der Töll, wo das Wasser der Etsch abgeleitet wird, zieht sich am Hang des Marlinger Berges etwas oberhalb der Ortschaften Forst, Marling und Tscherms entlang, kommt vorbei am Schloss Lebenberg und führt bis zum Raffeingraben bei Lana, wo der Wasserverlauf in die Falschauer einmündet. Der Weg, an dem immer wieder Ruhebänke an schönen Aussichtspunkten stehen und bei demman unterwegs auch in verschiedenen Gasthöfen einkehren kann, wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts angelegt.
Gesamtgehzeit: ca. 3,5 Stunden
Schwierigkeit: sehr leicht und problemlos
Der Tappeinerweg in Meran von Gratsch bis Zenobergstraße
Gesamtlänge: ca. 5 kmWanderung: Der wohl bekannteste Spazierweg der Kurstadt Meran verläuft auf dem Zenoberg auf einer mittleren Meereshöhe von 380 m längs der Ost-West-Achse der Passerstadt. Er beginnt in der Laurinstrasse in Gratsch und endet vier Kilometer weiter in der Zenobergstrasse, durch die der Weg mit der Gilfpromenade verbunden wird. Der wildgeschützte und sonnige Weg ist eine Ruheoase alpiner, mediterraner und exotischer Vegetation. Er kann zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter begangen werden. Neben dem einheimischen Trockenwald wachsen hier korkeichen, Eukalyptus und Zürgelbäume, Mittelmeerkiefern, Palmen- und Bambusarten, Feigenkakteen, Agaven, Magnolien und Ölbäume, nur um einige der vielen Arten zu nennen.
Gesamtgehzeit: ca. 1 Stunde
Schwierigkeitsgrad: sehr leicht
Höhenunterschied: 30 m
Algunder Waalweg
Wegverlauf: Ober- und Mitterplars - Algund - Gratsch
Gesamtlänge: 6 km
Wanderugn: Der Algunder Waalweg ist ein zweiteiliger, 6 km langer Wanderweg, mit herrlichen Aussichtspunkten ins Etschtal, der fast eben verläuft. Der westliche Teil beginnt am Parkplatz der Töllgrabenbrücke und führt über Ober- und Mitterplars zum Graben-Bach. Der östliche Teil beginnt in Algund Dorf am Grabenbach und führt nach St. Magdalena in Gratsch, wo man Anschluss zur Tappeinerpromenade hat.
Gehzeit: c.a 2 Stunden
Schwierigkeit: sehr leicht
Skulpturenwanderweg Lana
Wegverlauf: Lana Brandiswaalweg - Gaulpromenade - Falschauerdamm
Gesamtlänge: ca. 8 km
Wanderung: Der Südtiroler Skulpturenwanderweg ist ein Landschaftskunstprojekt, das von Lana ausgehend weitere Gemeinden erreichen soll. Wandernd kann man beobachten, wie sich die Künstler entlang des Weges in die Naturlandschaft der Gaulschlucht, des Brandis Waalweges und der Landpromenade entlang des Falschauerdammes einfühlen konnten. Künstler aus aller Welt haben entlang des Weges durch die Realisierung verschiedener Skulpturen, besondere Rastplätze und Stationen der Besinnung oder der Erkenntnis geschaffen, die für jeden offen und erfahrbar sind.
Gehzeit: ca. 2,5 Stunden
Schwierigkeit: leichte ebene Wanderung
Höhenunterschied: minimal
Beste Zeit: besonders schön zur Apfelblüte ca. Mitte April
DAS VIGILJOCH BEI LANA
Das Vigiljoch ist der sogenannte Hausberg von Marling und Lana. Bequem erreichen Sie die Talstation in Lana in nur wenigen Autominuten (oder Bus). Von hier aus erreichen Sie in nur 8 Minuten die Bergstation auf ca. 1500 m Meereshöhe und können einen Tag mit leichten bis anspruchsvollen Wanderungen planen. Das Vigiljoch ist auch ein idealer Ausgangspunkt für kleinere oder größere Rundwanderungen.





